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Strukturdaten 2011 7 Innungen
167 Fleischerfachgeschäfte
1600 Beschäftigte incl. Betriebsinhaber und Auszubildende
314 Auszubildende zum/zur Fleischerei-Fachverkäufer/in
328 Auszubildende zum/zur Fleischer/in
158 Mill € Betriebsleistung (Wert der produzierten Ware)
Die Zahl der Auszubildenden im Fleischerhandwerk Schleswig-Holstein sinkt noch nicht so dramatisch wie vorausgesagt. Sie reduzierte sich 2010 um 3,2 % auf insgesamt 642 Fleischer und Fachverkäuferinnen. Der allgemein befürchtete Fachkräftemangel - auch im Fleischerhandwerk - verzögert sich anscheinend bisher in Schleswig-Holstein. Das hindert uns aber nicht daran, Vorurteile über den Beruf Fleischer und Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk auszuräumen. Die Internet-Portale www.beroobi.de und www.berufenet.de wurden überarbeitet, bei facebook die Seite "Ausbildung im Fleischerhandwerk" eingerichtet. Weitere Informationen gibt es auf www.going-future.info.
Entwicklung der Konjunktur: Unsere Betriebe in Schleswig-Holstein sind im III. Quartal immer noch mit der Konjunktur zufrieden. 36 % nannten ihre Geschäftslage gut und 64 % befriedigend. 18 % berichten über mehr Beschäftigte gegenüber dem Vorquartal und 27 % über mehr Umsatz bzw. höhere Verkaufpreise. Die Investitionen blieben auf dem Niveau des Vorquartals. Trotz erfreulicher Umsatzentwicklung führte dies nicht zur Verbesserung der Betriebsergebnisse. Das lag an den explodierenden Energie- und Materialkosten.
Traditionell rechnen unsere Betriebe zum Jahresende mit einem leichten Anstieg der Konjunktur. 29 % der befragten Betriebe erwarten eine bessere Geschäftslage, 69 % glauben an keine Veränderung und 2 % befürchten eine Verschlechterung. Die Nachfrage wird deutlich stärker als noch im III. Quartal erwartet.
Der Fleischverzehr in Deutschland ist 2010 nach vorangegangenem leichten Rückgang wieder angestiegen. Hinsichtlich der einzelnen Fleischarten konnte fast durchgehend eine konstante Verzehrsentwicklung beobachtet werden. So blieb der Pro-Kopf-Verzehr an Geflügel mit 11,5 kg, der von Rind- und Kalbfleisch mit 8,6 kg oder der an Lammfleisch mit 0,6 kg gegenüber dem Vorjahr praktisch unverändert. Lediglich bei Schweinefleisch wird eine Verzehrssteigerung von durchschnittlich 300 g gemeldet, der Verzehr an Innereien ging hingegen weiter leicht zurück. Schwankungen in der Vergangenheit zwischen einzelnen Fleischarten wurden fast ausschließlich durch Krisen wie BSE oder Vogelgrippe verursacht.
Nach einem Rückgang ist der Verzehr von Wurstwaren und sonstigen Fleischerzeugnissen wie Schinken und Pasteten 2010 wieder leicht auf durchschnittlich 30,7 kg pro Kopf angestiegen. In Deutschland gibt es mit regionalen Schwerpunkten über 1.500 verschiedene Wurtsorten. Fast jede Region hat ihre traditionellen Originale, die bei der dortigen Bevölkerung den Status von Kulturgütern besitzen und die weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt sind. Einige Bezeichnungen solcher Produkte, wie die Nürnberger oder Thüringer Rostbratwurst sind als geographische Herkunftsangabe geschützt. So einen Schutz erwarten wir in Kürze auch für den Holsteiner Katenschinken.
Das beliebteste Fleischerzeugnis war 2010 mit 7,4 kg wieder die Brühwurst (Fleischwurst, Schinken- oder Jagdwurst, Leberkäse). Von Würstchen und Bratwurst, die auch zu den Brühwürsten zählen, wurden 7 kg verzehrt. Der zweithöchste Pro-Kopf-Verbrauch war mit 5,5 kg bei Rohwürsten wie Mettwurst oder Salami festzustellen, gefolgt von Schinken mit 5,1 kg. Der Schinkenverzehr verteilt sich zu 2,7 kg auf gekochten und zu 2,4 kg auf rohen Schinken. Dann folgt die Kochwurst mit 2,7 kg. Auf Brot und Brötchen verteilten sich 3 kg als Aufschnitt, Braten, Sülze und Pastete.
Der Umsatz im Party- und Cateringservice lag im ersten Halbjahr 2011 bei 12,9 %. Auch der Prozentsatz für Imbiss und heiße Theke stieg weiter an und lag bei 11,7 %. Nahezu jedes Fleischerfachgeschäft bietet eine Auswahl von verschiedenes Gerichten an, die tellerfertig vor der Feier abgeholt werden können oder wahlweise nach Hause geliefert werden. Diese besonders beratungsintensive Dienstleistung ist klassische "Chefsache" oder wird nur an besonders qualifiziertes Verkaufspersonal delegiert.
Nicht vergessen werden sollen die Urlauber, die unser Land zwischen den Meeren besuchen und den herzhaften Geschmack aus dem Norden schätzen. Betriebe an Nord- und Ostsee bieten für Touristen Spezialitäten an, die auch eine lange Reise nach Hause gut überstehen. Segler nehmen unsere Konserven gerne mit auf hohe See. Einige Betriebe verkaufen ihre Produkte auch online.

- Innung Flensburg Stand und Land - Obermeister: Bernd Carstensen, Dorfstraße 7, 24963 Tarp
- Geschäftsführung: Petra Schenkluhn
- Kreishandwerkerschaft Flensburg
- Innung Holstein - Nord - Obermeister: Jürgen Fritze, Dorfstraße 27, 24326 Kalübbe
- Geschäftsführung: Harald Plath,
- Kreishandwerkerschaft Ostholstein und Plön
- Innung Holstein-Süd - Obermeister: Robert Prösch, Lübecker Straße 14,
- 23628 Krummesse
- Geschäftsführung: Marion Fuchs
- Kreishandwerkerschaft Herzogtum Lauenburg
- Innung Kiel - Obermeister und Geschäftsführung: Maik Seemann
- Kieler Straße 63, 24119 Kronshagen
- Innung Rendsburg-Eckernförde - Obermeister: Arno Behrens, Dorfstraße 49,
- 24361 Groß Wittensee
- Geschäftsführung: Elke Lebang
- Kreishandwerkerschaft Rendsburg-Eckernförde
- Innung Schleswig - Obermeister: Sönke Erichsen, Brekling 45, 24881 Nübel
- Geschäftsführung: Randolf Haese
- Kreishandwerkerschaft Schleswig
- Innung Westküste - Obermeister: Peter Raabe, Elmshorner Str. 59,
- 25421 Pinneberg
- Geschäftsführung: Berthold Brodersen
- Kreishanderkerschaft Nordfriesland-Nord
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